Unser Waldorfkindergarten
Diese Seite entstand aus dem Wunsch, unseren Kindergarten möglichst kurz vorzustellen. Er wendet sich vor allem an Eltern und Freunde der Waldorfpädagogik. Der Spruch im Titel oben kann, wenn er richtig empfunden wird, etwas von der Grundstimmung geben, welche wir im Kindergarten anstreben. Die Grundlagen der Waldorfpädagogik, auf welcher unsere Arbeit beruht, möchten wir hier sehr knapp an Hand eines Tagesablaufes charakterisieren. Ausführlichere Beschreibungen können Sie danach unter Konzeption und Erziehungsfragen nachlesen. Gerne helfen ihnen auch die Erzieherinnen weiter.
Es ist Kindergartenzeit!
Nach und nach kommen die Kinder in die Gruppe. In der Küche wird schon tüchtig gearbeitet, um das Frühstück vorzubereiten.
In der Bauecke, der Puppenküche und am Maltisch herrscht bald geschäftiges Treiben. Aus Tüchern, Brettern und Tischen bauen die Kinder sich eigene Reiche.
Für die gesunde Entwicklung des Kindes ist die richtige Umgebung entscheidend. Was das Kind mit seinen Sinnen wahrnimmt, wirkt bildend bis in die Leiblichkeit.
In diesem Alter lernt das Kind nicht durch Belehrungen sondern durch Nachahmung. Geht die Erzieherin einer sinnvollen und überschaubaren Tätigkeit nach, so findet das Kind das notwendige Vorbild.
Die Raumgestaltung wirkt harmonisierend und bietet den Sinnen die notwendige Anregung für eine ästhetische Bildung.
Unsere Spielsachen, die aus natürlichen Materialien bestehen, sind wenig ausgestaltet, um die kindlichen Phantasiekräfte anzuregen.
Mit einem kleinen Lied wird die Aufräumzeit eingeleitet. Dann sammeln wir uns zum Morgenspruch, einem besinnlichen Innehalten.
Der tägliche Reigen gibt den Kindern für ihre Entwicklung die vielfältigsten Anregungen. Sie werden selbst Schaffende indem sie nachahmend eintauchen in rhythmische Bewegung, Gebärden, Sprache und Musik.
Unser Reigen wandelt sich mit den Jahreszeiten und begleitet auch die Jahresfeste.
Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es bei jedem Wetter an die frische Luft. Da wird im Sand gespielt, geklettert, geschaukelt, Seil gesprungen, oder Hütten gebaut u.v.m. Reiche Sinneserfahrungen können auch hier gemacht werden.
Im Abschlusskreis hören die Kinder dann noch ein kleines Märchen oder eine Geschichte. Manchmal gibt es auch ein Puppenspiel. Die Bildsprache der Märchen ist Spracherziehung im höchsten Sinn und fördert die kindliche Phantasie.
Dieser rhythmisch gestaltete Tagesablauf vermittelt den Kindern Sicherheit und Vertrauen.
Auch der Wochenlauf unterliegt einem harmonischen Rhythmus. Montags ist Waldtag, weiterhin finden regelmäßig künstlerische Tätigkeiten wie Malen mit Aquarellfarben, Bienenwachskneten, Eurhythmie statt.
Das Vorbereiten, Gestalten und Feiern der Jahresfeste nimmt einen weiteren Raum ein. Diese Zeiten wirken verbindend auf die Gemeinschaft und dienen der Seele als Nahrung.
Auf Elternabenden (aber auch in persönlichen Gesprächen) gehen wir den pädagogischen Grundgedanken der Waldorfpädagogik nach, die Grundlage unserer Arbeit ist.